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Home Technik Technik - Der Chemikalienschutzanzug -
Chemikalienschutzanzug (CSA) Isotemp 4000

Die Zeiten als wir nur Feuer löschen mussten sind lange vorbei.
Es kamen immer mehr Hilfeleistungen auf uns zu. Der neueste Trend ist, dass wir, Ihre Feuerwehr, mit Chemikalienunfällen immer mehr zu tun haben, sei es in der Industrie oder auf der Straße. Bei einem Chemieunfall haben wir mit vielen Faktoren zu rechnen, so dass wir unsere Gesundheit nur mit einem Chemikalienschutzanzug erhalten können. Bei Einsätzen mit Chemikalien oder anderen gefährlichen Stoffen ist es unter Umständen erforderlich, dass die Kräfte, die im unmittelbar problematischen Bereich arbeiten, sich komplett vor äußeren Einflüssen schützen müssen. Das ist mit Hilfe des Chemikalienschutzanzuges (CSA) möglich.

Sowohl Gase, als auch feste oder flüssige Stoffe können diese Schutzkleidung nicht durchdringen. Im Innern befindet sich ein Feuerwehrmann, der seine Atemluft aus einem Pressluftatmer erhält. Mit der Umwelt verständigt er sich über Funk. Der Chemikalienschutzanzug lässt keinerlei Luftaustausch zu, sodass Temperaturen von über 50C° erreicht werden können. Ein CSA-Träger kann maximal 20 Minuten eingesetzt werden. Dann ist der Wärmestau zu groß und die Atemluft geht zu Ende.
Isotemp 4000

Der Einsatz im CSA ist physisch und psychisch eine der belastensten Aufgaben im Feuerwehrdienst. Die Wärme, die beklemmende Enge und gleichzeitig evtl. schweres Arbeiten erfordern körperliche und geistige Ausdauer.

Aufbau des Isotemp® Chemikalienschutzanzuges
Die Kopfhaube umschließt den Helm rutschfest. Ein Schaumteil sorgt dafür, dass sie sich allen Helmgrößen anpasst. Das Fenster bleibt bei den Bewegungen des Kopfes unverrückbar vor den Augen. Es darf deshalb relativ klein sein, das spart Gewicht. Das Gesichtsfeld entspricht nahezu dem der Maske.

Für den Atemanschluss zur Maske wird viel Platz benötigt. Unterhalb des Fensters weitet sich deshalb die Kopfhaube voluminös aus. Die Fußbekleidung hat die gleiche chemische Beständigkeit wie der Anzug. Der Feuerwehrmann fährt mit seinen eigenen Stiefeln in die Fußbekleidung, die über alle Stiefelgrößen passt. Das Fußteil hat eine durchtrittssichere Sohle. Befestigt wird das Fußteil mit einem stufenlos verstellbaren Gurt, der fest um die Fußgelenke gespannt wird.

Die Glieder des Reißverschlusses liegen innen. Beschädigungen sind ausgeschlossen. 4 gegen Verschmutzung geschützte Ventile sorgen für schnellen Druckausgleich - 2 an der Kopfhaube und 2 am Rucksack.

Der Rucksack ist 3-lagig. Sollte die äußere Schicht- oder sogar die mittlere wirklich einmal beschädigt werden, bleibt der Anzug immer noch gasdicht.

Die Konstruktion des Sichtfensters erlaubt ein leichtes und schnelles Wechseln der Scheibe. Werkzeug wird nicht benötigt. Es sind lediglich einige Rädelmuttern von Hand zu lösen bzw. wieder anzuziehen. Die Fenster erhalten höchstes Lob wegen ihrer Antibeschlag-Ausrüstung. Sie bleiben unter stärkster Belastung permanent beschlagfrei. Es ist kratzfest und nahezu unzerbrechlich. Quelle: Heinrich Vorndamme o.H.G
 


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